HCL Domino Lizenzierung 2026: Neue DLAU-Regeln und alle Lizenzmodelle erklärt
Im Jahr 2026 hat HCL wichtige Änderungen im Renewal-Prozess für Domino-Lizenzen angekündigt. Die wichtigste Neuerung betrifft die Nutzung der Domino License Analysis Utility (DLAU). Während in den vergangenen Jahren bei vielen Vertragsverlängerungen ein aktueller DLAU-Report erforderlich war, wird diese Pflicht nun deutlich gelockert.
Künftig ist ein DLAU-Report nur noch in bestimmten Situationen erforderlich. Viele Unternehmen können ihre Domino-Lizenzen nun verlängern, ohne vorher eine vollständige Analyse ihrer Umgebung durchführen zu müssen.
Die neuen Regeln für Renewals lassen sich vereinfacht so zusammenfassen:
| Szenario | DLAU erforderlich |
| Renewal ohne Änderung der Benutzerzahl | nein |
| Erhöhung der Lizenzanzahl | nein |
| Reduktion der Lizenzanzahl unter 10 % | nein |
| Reduktion der Lizenzanzahl über 10 % | ja (oder Self Declaration) |
Für viele Domino-Kunden bedeutet das eine deutliche Vereinfachung im Lizenzmanagement. Verlängerungen können schneller durchgeführt werden, ohne dass zwingend ein neuer DLAU-Report erstellt werden muss.
Diese Anpassung ist möglich, weil das neue Domino-Lizenzmodell inzwischen weit verbreitet ist. Laut HCL befinden sich heute 97 % der Domino-Kunden im CCB-Lizenzmodell, und rund 74 % nutzen bereits Term-Lizenzen. Damit hat sich das Lizenzmodell in den letzten Jahren stark stabilisiert.
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Die Entwicklung der Domino-Lizenzierung
Die Lizenzierung von HCL Domino hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Früher basierte die Lizenzierung stark auf Servern, Prozessoren oder klassischen Client-Access-Lizenzen.
Mit der Einführung von Domino Complete Collaboration (CCB) wurde dieses Modell jedoch vollständig umgestellt. Heute basiert Domino primär auf einer User-basierten Lizenzierung.
Das bedeutet:
Nicht mehr Server oder Installationen sind entscheidend, sondern die Anzahl der Benutzer, die Domino verwenden.
Jeder Benutzer, der sich an Domino-Systemen authentifiziert oder Domino-Anwendungen nutzt, benötigt eine entsprechende Lizenz.
Dieses Modell bietet mehrere Vorteile:
- einfachere Skalierung
- klarere Kostenstruktur
- bessere Planung bei Cloud- oder Hybridumgebungen
Warum DLAU ursprünglich eingeführt wurde
Mit der Umstellung auf ein benutzerbasiertes Lizenzmodell stellte sich für viele Unternehmen eine zentrale Frage:
Wie viele Domino-Benutzer gibt es eigentlich wirklich?
In vielen Domino-Umgebungen existieren zahlreiche Identitäten, zum Beispiel:
- Mitarbeiterkonten
- technische Accounts
- Service-IDs
- externe Benutzer
- historische Benutzerkonten
Um diese Situation transparenter zu machen, entwickelte HCL die Domino License Analysis Utility (DLAU).
DLAU ist ein Analyse-Tool, das Domino-Verzeichnisse und Serverdaten auswertet, um den tatsächlichen Lizenzbedarf zu bestimmen.
Dabei identifiziert das Tool unter anderem:
- Authorized User (interne Benutzer)
- Known Guests (externe Benutzer mit eingeschränkten Rechten)
- CCX-User (externe Benutzer mit erweiterten Rechten)
Das Ergebnis ist ein Report, der zeigt, wie viele Lizenzen eines Unternehmens tatsächlich benötigt werden.
Dieser Report dient als Baseline für die Lizenzierung und wurde in den vergangenen Jahren häufig bei Renewals oder Lizenzanpassungen verwendet.
DLAU bleibt weiterhin relevant
Auch wenn ein DLAU-Report künftig nicht mehr bei jeder Verlängerung erforderlich ist, bleibt das Tool weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Domino-Lizenzmanagements.
Besonders in komplexeren Domino-Umgebungen kann eine Analyse sinnvoll sein, zum Beispiel wenn:
- neue Anwendungen eingeführt werden
- externe Benutzer Zugriff erhalten
- Domino-Systeme konsolidiert werden
- Lizenzkosten optimiert werden sollen
Viele Unternehmen führen deshalb weiterhin regelmäßig eine Lizenzanalyse durch, um sicherzustellen, dass ihre Umgebung korrekt lizenziert ist.
Unternehmen, die Unterstützung bei der Analyse ihrer Domino-Lizenzierung benötigen, lassen ihre Umgebung häufig von Spezialisten prüfen. Die Bücker GmbH unterstützt Organisationen bei der Auswertung von DLAU-Reports, der Optimierung von CCB- und CCX-Lizenzen sowie bei der Vorbereitung von Renewals.
Überblick über die heutigen Domino-Lizenzmodelle
Die Domino-Lizenzierung basiert heute auf mehreren zentralen Bausteinen.
Zum einen gibt es zwei grundlegende Vertragsmodelle:
- Term-Lizenzen (Subscription-Modell)
- Perpetual-Lizenzen (klassische Kauf-Lizenz)
Zum anderen unterscheidet HCL zwischen zwei Arten von Benutzern:
- CCB-Lizenzen für interne Benutzer
- CCX-Lizenzen für externe Benutzer
Term-Lizenzen und Perpetual-Lizenzen
Neben der Frage, wie viele Benutzer Domino nutzen, spielt auch das Vertragsmodell der Lizenz eine wichtige Rolle. HCL bietet Domino heute grundsätzlich in zwei Varianten an: Term-Lizenzen und Perpetual-Lizenzen.
Die Term-Lizenz basiert auf einem Abonnementmodell. Unternehmen zahlen eine regelmäßige Gebühr für die Nutzung der Software über einen definierten Zeitraum, in der Regel ein oder mehrere Jahre. In diesem Modell sind typischerweise sowohl das Nutzungsrecht an der Software als auch Support und Wartung enthalten. Updates auf neue Domino-Versionen sind ebenfalls Bestandteil des Vertrags.
Dieses Modell hat sich in den letzten Jahren stark verbreitet. Laut HCL nutzen heute rund 74 % der Domino-Kunden Term-Lizenzen. Viele Unternehmen bevorzugen dieses Modell, da es eine hohe Planungssicherheit bietet und keine großen einmaligen Investitionen erforderlich sind.
Gerade in modernen IT-Umgebungen mit Cloud- oder Hybrid-Infrastrukturen ist das Subscription-Modell häufig die bevorzugte Wahl.
Daneben existiert weiterhin die Perpetual-Lizenz, also das klassische Kaufmodell. Hier erwerben Unternehmen ein dauerhaftes Nutzungsrecht an der Software. Support und Wartung werden über einen separaten Wartungsvertrag geregelt.
Typische Merkmale der Perpetual-Lizenz sind:
- einmalige Lizenzkosten
- optionaler Support- und Wartungsvertrag
- langfristige Nutzung unabhängig von einem Abonnement
Dieses Modell wird häufig von Organisationen gewählt, die ihre Domino-Infrastruktur über viele Jahre stabil betreiben und eine langfristige Investition planen.
Unabhängig davon, ob eine Term- oder Perpetual-Lizenz verwendet wird, basiert Domino heute grundsätzlich auf einem benutzerbasierten Lizenzmodell.
CCB – Lizenzierung für interne Benutzer
Die wichtigste Lizenz im Domino-Ökosystem ist CCB (Complete Collaboration Business Edition).
Diese Lizenz wird für interne Benutzer eines Unternehmens eingesetzt. Jeder Mitarbeiter oder interne Nutzer, der Zugriff auf Domino-Systeme erhält, benötigt eine entsprechende CCB-Lizenz.
Ein sogenannter Authorized User erhält mit dieser Lizenz Zugriff auf verschiedene Domino-Komponenten, beispielsweise:
- Domino Server
- Notes Client
- Verse
- Nomad
- Traveler
- Domino REST APIs
- Domino Designer
Der entscheidende Punkt ist dabei:
Die Lizenz ist an den Benutzer gebunden, nicht an einen bestimmten Server oder Client.
Ein Benutzer kann mit einer CCB-Lizenz gleichzeitig auf mehrere Domino-Server zugreifen und verschiedene Domino-Komponenten verwenden. Unternehmen können ihre Domino-Infrastruktur daher flexibel erweitern, ohne zusätzliche Serverlizenzen berücksichtigen zu müssen.
Dieses Modell hat sich inzwischen nahezu vollständig durchgesetzt. Laut HCL befinden sich 97 % der Domino-Kunden im CCB-Lizenzmodell.
CCX – Lizenzierung für externe Benutzer
Neben internen Mitarbeitern greifen in vielen Domino-Umgebungen auch externe Nutzer auf Anwendungen zu. Typische Beispiele sind Kundenportale, Partnerplattformen oder Lieferantenlösungen.
Für diese Szenarien bietet HCL die CCX-Lizenz (Complete Collaboration External Users) an.
Diese Lizenz richtet sich speziell an Benutzer, die nicht zum Unternehmen gehören, aber dennoch auf Domino-Anwendungen zugreifen müssen.
Typische Einsatzszenarien sind:
- Kundenportale
- Lieferantenplattformen
- Partneranwendungen
- webbasierte Domino-Applikationen
Die CCX-Lizenz ermöglicht den Zugriff auf Domino-Anwendungen mit erweiterten Rechten, beispielsweise mit Editor-Zugriff auf Anwendungen. Allerdings gibt es auch klare Einschränkungen.
Wichtige Eigenschaften der CCX-Lizenz sind:
- Zugriff auf Domino-Anwendungen möglich
- Editor-Rechte innerhalb von Anwendungen erlaubt
- keine persönliche Mailbox erlaubt
- Lizenz wird ausschließlich als Term-Lizenz angeboten
Eine Besonderheit besteht darin, dass CCX-Lizenzen nach einer Inaktivitätsperiode von 30 Tagen einem anderen externen Benutzer zugewiesen werden können.
Damit lassen sich Domino-Anwendungen wirtschaftlich auch für größere Gruppen externer Nutzer bereitstellen.
Typische Herausforderungen bei der Domino-Lizenzierung
Auch wenn die heutige Domino-Lizenzierung deutlich einfacher aufgebaut ist als frühere Modelle, treten in der Praxis weiterhin typische Herausforderungen auf.
Dazu gehören beispielsweise:
- unklare Benutzerzählungen
- technische Accounts oder Service-IDs
- falsch klassifizierte externe Nutzer
- historische Benutzerkonten in Domino-Verzeichnissen
Gerade in älteren Domino-Umgebungen ist es oft schwierig zu bestimmen, wie viele Benutzer tatsächlich lizenziert werden müssen. In solchen Fällen kann eine Analyse der Umgebung sinnvoll sein, beispielsweise mithilfe eines DLAU-Reports.
Auch wenn DLAU bei Renewals inzwischen nicht mehr immer erforderlich ist, bleibt das Tool ein wichtiger Bestandteil der Lizenzanalyse.
Unternehmen, die ihre Domino-Lizenzierung optimieren oder ein Renewal vorbereiten möchten, profitieren häufig von einer strukturierten Analyse ihrer Umgebung. Der HCL Software Gold Reseller Bücker GmbH unterstützt Organisationen bei der Auswertung von DLAU-Reports, der Planung von Domino-Renewals sowie bei der Optimierung von CCB- und CCX-Lizenzmodellen.
Mit den neuen Renewal-Regeln, der weit verbreiteten CCB-Lizenzstruktur und der klareren Trennung zwischen internen und externen Benutzern ist die Domino-Lizenzierung heute deutlich transparenter geworden. Gerade bei größeren Domino-Umgebungen oder komplexen Anwendungslandschaften lohnt es sich dennoch, die eigene Lizenzsituation regelmäßig zu überprüfen.